Prof.Dr.Stehling Institut für Bildgebende DIAGNOSTIK

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Stents

Stents (auf Deutsch auch Gefäßstütze) sind kleine Drahtkörbchen die in Gefäße implantiert werden, um sie offen zu halten. Die Einbringung ist invasiver als eine einfache Ballonangioplastie und Stents können nur chirurgisch wieder entfernt werden. Darüber hinaus können Stents brechen, sich verlagern oder durch Thrombosen Gefäße Verschließen.



Der Stent wird über einen Balloonkatheter eingebracht. In der Stenose wird der Stent durch Aufblasen des Ballons expandiert und gegen die Wand des Gefäßes gedrückt. Wird der Ballon danach entleert, verbleibt der Stent am Implantationsort und hält das Gefäß offen.

Wann sollte ein Stent eingesetzt werden ?

Wegen dieser zusätzlichen Risiken raten wir von der Stentimplantation als initiale Behandlung der CCSVI ab.

Selbst bei Patienten die, nach einer erfolgreichen initialen Behandlung mit Ballonangioplastie, eine Re-Stenose entwickeln, sollte zunächst eine zweite Ballonangioplastie ohne Stent versucht werden.

Wenn auch diese zweite Behandlung ebenfalls, zumindest vorübergehend, erfolgreich ist, die Stenose jedoch erneut auftritt, sollte ein Stent in Betracht gezogen werden.

Die Entscheidung ob ein Stent implantiert werden sollte oder nicht und welche Art von Stent am besten geeignet ist, sollte sorgfältig erwogen werden. Diese Entscheidung wird von multiplen Faktoren beeinflusst, unter anderem der Lokalisation der Stenose, dem Gefäßdurchmesser und anderen, wie z.B. der möglichen Kompression des Stents durch knöcherne Vorsprünge der Wirbelsäule, die langfristig zu einem Stentbruch führen kann.

Wer trifft die Entscheidung zur Stentimplantation ?

Die Entscheidung zur Stentimplantation wird von einem interdisziplinären Team aus Radiologen, Neurologen, Internisten und Kardiologen getroffen – und vom Patienten.

Die Intervention wird von Prof. Dr. Horst Sievert, einem international bekannten kardio-vaskulären interventionellen Spezialisten durchgeführt. Prof. Sievert hat in seiner professionellen Laufbahn bisher mehr als 5000 Stents implantiert. Er war an der Entwicklung einer Vielzahl hochkomplexer kardio-vaskulärer Techniken beteiligt, so z.B. des transarteriellen Aortenklappenersatzes, des Verschlusses von Vorhof- und Ventrikelseptumdefekten, Eingriffe, die ausschließlich mittels Kathetern ausgeführt werden, ohne offene Operation.

Welcher Arzt: Gefäßchirurg oder interventioneller Radiologe/Kardiologe ?

Wir werden gelegentlich gefragt, ob die Stentimplantation nicht von einem Gefäßchirurgen ausgeführt werden sollte. Die Antwort ist in den meisten Fällen NEIN, da die Stenteinlage mit Hilfe von Gefäßkathetern unter Durchleuchtung erfolgt, ein Eingriff, der normalerweise von interventionellen Radiologen oder Kardiologen durchgeführt wird, und nicht mittels einer Gefäßoperation, dem Fachgebiet der Gefäßchirurgen.

Mögliche Stent-Komplikationen

  • Stentverschluß durch Thrombose oder Intimahyperplasie
  • Stentkompression durch knöcherne Vorsprünge der Wirbelsäule
  • Stentbruch
  • Irritation des Nervus vagus oder anderer Strukturen in der Gefäßnervenscheide im Hals
  • Stentverlagerung, am problematischsten bei Verlagerung in den rechten Vorhof oder Ventrikel      (arrythemie, Klappendysfunktion, Thrombose) oder in die Pulmonalarterien (Lungenembolie)
  • Lungenembolie durch Ablösung eines im Stent oder der behandelten Vene entstandenen Thrombus mit Verlagerung in die Lungenarterien (Embolus)
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