Prof.Dr.Stehling Institut für Bildgebende DIAGNOSTIK
Strahlenberger Straße 110
63067 Offenbach - Kaiserlei
Telefon: 069-50 50 00 90
Fax: 069-50 50 00 98-8
E-Mail: info@bilddiagnostik.de
Internet: www.bilddiagnostik.de
Öffnungszeiten
Montag - Freitag: 8.00 - 20.00
Samstag: 10.00 - 14.00
Sonntag /Feiertag:
nach Vereinbarung
Welche Untersuchungen bieten Sie zur Diagnose der CCSVI an?
Nach der Untersuchung bekommen Sie einen kurzen vorläufigen Befund und die MRV-Bilder auf DVD. Ein ausführlicher Bericht wird Ihnen innerhalb weniger Tage per Post zugeschickt.
Selbstverständlich erhalten Sie auch nach der Behandlung einen schriftlichen Befund per Post.
Im Institut für bildgebende Diagnostik führen wir sowohl die Untersuchungen durch als auch die Behandlung. Eine Intervention mit Stents wird von Prof. Dr. Horst Sievert durchgeführt, einem international bekannten kardio-vaskulären interventionellen Spezialisten.
Wie weit ist der nächste Flughafen entfernt?
Wir befinden uns in der Nähe des Frankfurter Flughafens. (ca. 20 km entfernt und 20 min. mit einem Taxi)
Wenn Sie privat versichert sind, werden die Kosten in der Regel übernommen. Wir können Ihnen einen Kostenvoranschlag schicken, so dass Sie mit Ihrer privaten Krankenkasse besprechen können, ob die Kosten übernommen werden. Wenn Sie gesetzlich versichert sind, müssen Sie die Kosten selbst tragen.
Wann und wie kann ich für die
Untersuchungen und die Behandlung bezahlen?
Vor kurzem hat ein Artikel in der neurologischen Fachzeitschrift "Der Nervenarzt" die Ergebnisse Zambonis nach einer kleinen vergleichenden Studie an wenigen Probanden mit und ohne MS sehr in Zweifel gezogen. Warum bieten Sie dennoch weiter Untersuchung und Behandlung bei CCSVI an?
Der Artikel im "Nervenarzt" spiegelt im Prinzip unsere Erfahrung: So häufig, wie von Zamboni berichtet, findet man venöse Stenosen nicht. Dennoch häufen sich venöse Auffälligkeiten, welcher Art auch immer, auch nach unserer Erfahrung bei MS-Patienten, so dass es sich lohnt, in dieser Richtung weiter zu forschen. Nach unserer Auffassung ist es ist auch vertretbar, zum jetzigen Zeitpunkt Patienten nach genauer Aufklärung zu behandeln, denn viele können und wollen nicht Jahre auf eine vielversprechende Therapie warten. Für nicht vertretbar halten wir es, MS-Patienten Untersuchung und Behandlung von CCSVI auf Jahre hinaus (mit Ergebnissen größerer Studien ist nicht eher zu rechnen) zu verweigern. Sicherlich muss man auch weiter diskutieren, nach welchen Kriterien man CCSVI diagnostizieren und welche Stenosen man wie behandeln sollte. Auch davon wird es abhängen, wie häufig CCSVI ist, und wie die Behandlungsergebnisse sind.
Kann die Behandlung lebensgefährlich sein?
Grundsätzlich kann jede Behandlung lebensgefährlich sein; deswegen untersuchen wir so ausführlich, bevor wir eine Behandlung anbieten. Nur diejenigen MS-Patienten, bei denen wir Veränderungen der Venen finden, die eine CCSVI sehr wahrscheinlich machen, bekommen eine Katheterangiographie, bei der relevante Stenosen dann aufgedehnt werden können. Wenn man jedoch die Risiken von Behandlungen erkrankter Arterien (Schlagadern, Hochdrucksystem) betrachtet, die z. B. zur Verhinderung von Schlaganfällen oder Herzinfarkten an den Halsschlagadern oder den Herzkranzgefäßen sehr häufig durchgeführt werden, sind die Risiken der Behandlung von Venen (Niederdrucksystem) bei der CCSVI geringer. Jeden Tag werden in Deutschland und weltweit zahlreiche Katheterangiographien durchgeführt, da die Vorteile gegenüber den Risiken deutlich überwiegen.
Warum ist die CCSVI-Behandlung in einigen Ländern verboten?
In den USA wurden die Behandlungen gestoppt, nachdem es zu schweren Komplikationen gekommen war. Ein Patient musste operiert werden, weil sich der Stent, das Röhrchen, das die bei der Behandlung aufgeweitete Engstelle in seiner Halsvene offen halten sollte, ins Herz gewandert war. Er hat die Operation gut überstanden. Eine Patientin ist an einer Hirnblutung aus einer vorher nicht bekannten missgebildeten Ader gestorben, nachdem sie nach der CCSVI-Behandlung blutverdünnende Medikamente eingenommen hatte. Dieses Risiko haben im Prinzip alle Patienten, bei denen Behandlungen z. B. im Rahmen eines "Herzkatheters" unternommen werden, und die danach Blutverdünner einnehmen müssen.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit der Behandlung?
Wir haben vor nicht ganz einem Jahr mit den CCSVI-Untersuchungen begonnen.Bis jetzt wurden
105 Patienten untersucht und ca. 50 behandelt. Bei einigen Patienten wurden keine Stenosen gefunden, einige haben sich gegen eine Behandlung entschieden und der Rest hat die Diagnostik durchführen lassen und wartet jetzt auf einen Termin für die Behandlung Schwere Komplikationen sind bislang nicht aufgetreten. Zwei Patientinnen berichteten über vorübergehende Schmerzen an der Stelle, an der der Stent in die Halsvene platziert wurde, und über eine vorübergehende Schwäche und Schmerzen im Arm. Der Stent kann zu einer vorübergehenden Nervenreizung im Halsbereich führen.
Einige Patienten empfanden auch das Aufdehnen der Stenosen als schmerzhaft. Mehrere Patienten berichteten bei der Nachbefragung nach einem Monat, dass sie sich seltener erschöpft fühlten, sich besser konzentrieren konnten, besser durchschlafen konnten, eine bessere Blasenkontrolle hatten und weniger Spastiken. Teilweise hatte sich die Gehstrecke verbessert. Bei einigen war keine Veränderung eingetreten. Zahlen können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht nennen, aber es ist ein Trend erkennbar, dass es über der Hälfte der behandelten Patienten besser geht als vorher.
Welche Risiken hat die Behandlung, und wie reagieren Sie darauf?
Zu den seltenen Risiken der Behandlung gehören Thrombosen oder Blutungen. Häufiger ist ein Wiederauftreten der Verengung. Diese sogenannten Restenosen sollen nach Berichten anderer Zentren in 50% der Fälle über einen längeren Zeitraum auftreten. Bislang sind hier noch keine schweren Komplikationen in Zusammenhang mit der Behandlung aufgetreten. Wenn wir nach unseren Untersuchungen Hinweise für eine CCSVI bei Ihnen finden und Sie die Behandlung durchführen wollen, werden wir Sie vor der Angioplastie noch einmal ausführlich über die Risiken informieren und alle Ihre Fragen beantworten. Sie können dann natürlich jederzeit von der Behandlung zurücktreten.
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