Prof.Dr.Stehling Institut für Bildgebende DIAGNOSTIK

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CCSVI Behandlung - Verminderung des erhöhten venösen Drucks durch

Dilatation oder Stenting der verengten oder blockierte Venen

 

Wie Prof. Zamboni und vorhergegangene Forschungsergebnisse zeigen, können die entzündlichen Veränderungen und Symptome der Multiplen Sklerose durch einen erhöhten  Druck in den Venen des Gehirns und des Rückenmarks verursacht werden, in denjenigen Blutgefäßen also, die das Blut zum Herzen zurückführen. Der erhöhte Druck führt zu einer Ablagerung des Eisens aus dem Blut in die Umgebung der kleinen Venen des Gehirns, wodurch wiederum eine Entzündungsreaktion ausgelöst wird. Dieser Prozess wird für CCSVI verantwortlich gemacht.

Dieser Theorie folgend besteht die Behandlung darin, den erhöhten venösen Druck zu vermindern, in dem man die blockierten oder verengten (stenosierten) Venen im Hals, Brustkorb und Bauchraum aufweitet.

Nachdem diese sogenannten Stenosen durch die MR-Venography, die Ultraschalluntersuchung und die Katheter-Angiographie identifiziert sind, können sie durch Dilatation behandelt werden, d.h. durch eine Aufweitung der eingeengten Stellen in den kritischen Venen. Kritisch bedeutet in diesem Zusammenhang, dass nicht alle Stenosen im Verdacht stehen, CCSVI zu verursachen. Die dafür vor allem verantwortlichen Stellen, scheinen am Hals in den unteren Abschnitten der inneren Drosselvenen (Vena jugularis interna) zu liegen und in der Vena azygos (im Brustkorb).

Die stenosierten venösen Abschnitte werden durch eine Ballonangioplastie erweitert. Dazu wird eine große Vene in der Leiste (Vena femoralis) nach örtlicher Betäubung mit einer Nadel punktiert. Eine Kunststoffschleuse wird in das Gefäß eingeführt, um einen einfachen Zugang für Katheter zu erlauben. Diese werden durch die Beckenvenen, die untere und obere Hohlvene in die Azygosvene und in die Halsvenen vorgeschoben. In der Stenose wird ein Ballon aufgepumpt, um die Vene zu dilatieren und das Hindernis zu beseitigen. In bestimmten Fällen wird das Gefäß anschließend mit einem Stent offen gehalten, einem kleinen Röhrchen aus Metallnetz, das die elastischen Venen daran hindert, sich erneut zu verschließen. Blutverdünnung mit Heparin (Antikoagulation) verhindert, dass das Blut während des Eingriffs und drei Wochen danach Gerinsel bildet.

Der Eingriff dauert ein bis zwei Stunden und ist in der Regel schmerzfrei. Nur während der Ballondilatation können manche Patienten am Ort der Dilatation ein Druckgefühl spüren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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